Grenzgänger

#1
Die Hand, die den Spiegel bricht, reicht sich mir fort, & die Arme hängen unbenutzt daneben. Wie naiv ich bin, denk ich. All diese Enttäuschungen, die man ganz mild dosiert bis zum Abschied, die sitzen plötzlich mit am Tisch, wo alles Blick sein sollte, Hand, die Hand berührt, statt Teller & Gabeln, statt die gierige Hast unserer Zähne – aber was fängt man im Leben schon mit Sehnsucht an? Stattdessen fragt sie mich später, ob ich verliebt sei, eine Beziehung wolle, & meine Antworten umringeln einander wie Schlangen; ich sag nichts Ganzes im Halben. Dabei will ich hinsehen, sagen: natürlich bin ich verliebt, siehst du das nicht? Ich bin ein Ball, der gegen das Garagentor knallt, immer wieder flieg ich braunen Augen wie dunklen Himmeln entgegen. Halt find ich keinen dabei, obwohl die Haut so nah zum Greifen ist – nur flüchtig: ein Bein, das Bein berührt, ein kurzes, festes Drücken, & fort sind fremde Herzen.

Ich sag nichts, ich denke, denke zu viel. Warum?, ach versteh doch: Jedes Bisschen Interesse heize ich mir auf zur Glut, zum Flächenbrand mach ich jeden der Blicke – darin gleich ich der Schwester, oh Adrienne. Ich weiß das, weiß alles immerzu. Auch vom Übertreiben weiß ich, treibe ich doch die Realität vor mir her, endlos, ziellos in Richtung der Betten. Nur weil ein Fuß einen anderen streift, heißt das noch lange nicht Liebe. Im Gegenteil, es heißt oft Versehen. Egal, wie ehrfürchtig du bist: so weit will ich gar nicht gehen. Mit der Liebe mein ich. Die Liebe ist mehr, ist Alles – ein Weltende im weißen Schaum der Tage. Nein, da ist zu viel Wort im Gefühl, im Interesse zu viel Besessenheit, das kann man doch nicht einfach so sagen – am Telefon klingt ein Freund schon viel zu fremd, zu komisch: das will nicht über die Lippen. Wie sollten es dann Küsse je schaffen? Ich mach mir die Stunden zum Brandherd, & denke: Verknallt bin ich, sonst nichts, das liegt an den Frequenzen. Stimme & Blick lassen vergessen – vergessen, was früher war, jeder alte Mensch zerbrennt hier zum Neuen, & am Ende bleibt ja doch nichts. Ich bin eine Kerze mit zwei Dochten & darunter: die Dürre vergangener Tage.

Kann man denn ehrlich sein zu einer, die man kaum kennt, frag ich mich auf der Treppe, eine, die man zweimal sieht & niemals alleine, kann man der sagen: Ja, ja, genau, du vermutest ganz richtig. & falls ja, hat der Knall dann ein Echo? Eigentlich bleibt zum Reden nie wirklich Raum. Stattdessen sitzt man vor fremden Bewegungen, fremden Gesprächen, nicht vor den eigenen; man geht sich bescheiden & vorsichtig aus dem Weg & holt es mit einem Lächeln nach, einer Hektik im Gehen, denn da, ja, schau hin, wie wir rennen, & später unterbricht sich die Welt mitten im Schweigen. Wir brauchen mehr Zeit, denk ich, & schau auf die Uhr.

#2
Den Wochen gibt er den Regen zurück, & den Tagen jede einzelne Stunde; ich hingegen breite den Krieg aus, im Wachen & Warten, in der Küche beim Herd & beim Blick aus dem Fenster: Ich sehe nichts als Flächen. Liegen gelassene Aussichten – das stößt mich raus, in den Nieselregen & Schnee, in den warmen Dampf meiner Lungen, zum Verkehr. Viele Stunden fahre ich durch die Stadt, von der U-Bahn zur S-Bahn bis hin zu den Bussen: ich kreise unermüdlich um die immer-gleichen Gebäude & benenne alle Straßen falsch, die Kirchen, die Erinnerungen, die abgefallen sind wie die Kinderbilder vom Grab, wie das Laub von den Bäumen. Ich weiß nicht weswegen. Mir geht ein bleiernes Licht durch die Worte, eine helle Dunkelheit. Unterwegs höre ich Nightmare No. 5 or 6 & fühle keine Hände. Nach Hause, denk ich dann: ich muss nach Hause.

 

Stumm sitz ich schließlich wieder im Zimmer, den ganzen Tag, lese Zone von Mathias Énard, die Füße auf dem Heizkörper, der nicht zum Menschsein taugt, & trinke Leitungswasser, als verspräche es Wahrheit. Manchmal stehe ich auf & gehe dem verbliebenen Staub nach, der im Flur zur Wohnungstür & dann nach draußen rollt; bleibe in der Küche, bei den Pflanzen, bei den Pfannen & Tellern, bei den Gläsern: Ich sehe mir alles ganz gründlich an, die Kalkflecken, & Gabelkratzer, die abgestoßenen Farben & all die Löcher über dem Fenster, wo einmal Vorhangstangen waren. Hier ist nichts, wie es eigentlich sein sollte. Vor der Schiefe aller Regale stehe ich, beim Honigglas, das klebt am Deckel, & esse den Käse direkt aus der Packung. Ich schmecke nichts außer meinen eigenen Atem. Das ist ein Zustand, der ist halb Komik, halb Wahn.

Es gibt Leute, die verlieren ihr Hab&gut unterwegs, im Café & bei Freunden, & später suchen sie die Dinge hinter den Kissen. Ich verliere nur die Gedanken, Augenblicke: Ein Löffel voll Karamell, der im Mund zergeht wie viele Sommer, Ingwerstückchen & Eiswürfelsplitter, ein Zimmer mit hohen Wänden, & Ideen, die unbestimmt von einem Lächeln zum nächsten gehen: Ich wickle ein orangefarbenes Buch in eine grüne Schleife & trage Schleife & Buch wie eine Bürde in der Innentasche meiner Jacke; ich fühle es auf Haut & Knochen, es ist mir zu nah, um es sehen, zu weit weg, um es fühlen zu können. So bleibt das Buch in der Tasche, den ganzen Abend, die Nacht über & sogar noch am Morgen; ich krieg den Moment nicht zu fassen, damit ich ihn verschenken kann.

Wie sich zwei Dinge gleichen können, ohne sich gleich zu sein. Sie werden beide ein Drittes, das dem Fremdsein fremd ist, aber sich nicht jeweils selbst: Eine optische Täuschung täuscht das Hirn, nicht die Augen. Ein Herz, das groß & herrisch ist im Schlagen, täuscht niemanden; es schlägt weiter, weiter, weiter.

#3
Wenn niemand da ist, geh ich auf dünnen Linien durch die Wohnung, auf Parkett- & Fliesenfugen, & rezitiere dabei laut Gedichte. Ich fühle mich dann wie ein König über ein Totenreich; niemand ist da, der mich hindert. Barfuß hüpfe ich von Teppich zu Teppich, & lege mir den Kopf auf den Tisch, neben den Teller. Ich will nicht mehr denken. Nicht beschleunigen. Alles, was ich mache, ist zu schnell, & geht letztlich doch im Kreis herum. Nachts liege ich lange wach & sehe den Autolichtern nach, die über die Wände wandern – über Einzelnes: den Rotwein, den Teppich, die Bücher. Ich habe früher weniger gewartet. Jetzt überbrücke ich die Stunden, ganze Tage.

#4
Dann wieder ist mir alles egal. Ich habe einen Buchstaben fortgegeben für einen anderen, aber am Ende sind alle Begegnungen wie Messer – sie schneiden mich in zwei Hälften, dann in viele. Tanz auf der einen Seite, Butter auf der anderen. Angeblich solle man nur den Regeln folgen: Erstens vorsalzen, zweitens nachzuckern, drittens dem trocknen Mund ein Glas zum Festhalten & der Leerstelle des Herzens drei Fingerspitzen MDMA geben. Mir reicht es nicht, diese laue Ruhe, die Stille zwischen den Worten. Lieber erfinde ich besinnungslos Lösungen, verallgemeinere: Jeder will den Helden fallen sehen, jeder sehnt sich seines Niedergangs – besonders, wenn der eigene Aufwind fehlt. So ist immer einer unter dir, auf den du herabsehen kannst, dem es schlechter geht, als dir. Dabei ist Oben auch nur aus der Sicht der Unteren ein Oben, & jeder will zu den Glücklichen gehören. Die mit Südseitenbalkon & Stuck an der Decke, diese Privilegierten mit abgeschlossener Lebenserfahrung, Kinder in Erwachsenenkörpern, die nachsichtig sind mit deinen Bitterkeiten. Ich hingegen, ich will tatsächlich nur fallen & stürzen. Als Windstoß dir unter Hemd & Haut fahren, & durch jeden Gedanken; Erinnerungen will ich dir umstoßen & mir neu errichten. Du sagst nichts dazu. Vielleicht red ich zu viel. Oder ich sage schlicht das Falsche. Jetzt ist es auch nicht mehr wichtig.

Wie unschuldig man durch eine Szene gehen kann & andere nennen das Leben. Zu Besuch ist man dort, bei Fremden, & sitzt einander gegenüber im Lachen; danach ist das Warten unerträglich – & die Vorstellung, das einzige, was man gehabt haben könnte, seien ein paar Abende gewesen, ein paar verlegene Höflichkeiten. Nein, danke. Die Sehnsucht kannst du behalten. Alles, was früher war, ist jetzt bloß Erzählung – die Kindheit & Jugend, die Liebe mit 21. Zwischen Göttern bin ich die Klinge.

Sie aber sagt mir, man müsse sich auch mal stehen lassen können, & vergessen – währenddessen probt die Welt eine neue Revolution… Ich höre dem Toben zu: Megaupload, SOPA, PIPA, Anonymous,… Die Tage gehen ohne Übergang, sie springen von einem Bild zum nächsten. Im Hintergrund ist ein Dröhnen. Sie haben gesagt, man solle sich keine Sorgen machen – also war da nur das Eigene, das einem am Herzen liegen konnte: Was lässt sich besitzen, welcher Wohlstand, welche Liebe, wen umarmt man zur Begrüßung & wem reicht man die Hände – das Eigene ist der Mittelpunkt der Welt; deswegen dreht sich die Welt nicht mehr. Sie taumelt & fällt. Jetzt aber, da mir kein Herz zum Schlagen bleibt & sich der Kreis zwischen Scherben- & Spiegelmenschen schließt, hebt die Sorge an, eine bereits gemachte, eine aufgeschüttelte & gebügelte, eine Sorge der vorangegangenen Generationen: Wie wollen wir leben? In allen Dingen ist ein Rauschen & Zittern,…

#5
Krank & rasend geh ich durch die Straßen, & drehe mich um bei jedem Möglicherweise, bei jeder Wahrscheinlichkeit: War & würde er, hätte oder müsste ich – was nicht alles sein könnte, wenn die Tage anders wären. Wenn nicht… ja. Aber es ist eben, hier sind die Tatsachen: die Uhren schlagen mir ihre Pendel gegen die Knöchel; sie zwingen mich zum Gehen. Natürlich kennen wir uns gar nicht, meine Ansprüche sind absurd. Meine Sehnsucht deiner Augen, das Fernweh der Lippen – alles nur geliehen. Ich weiß, jaja. Ist schon gut. Das ist ebenso wenig das, was ich leben, was ich denken will. Ich hatte genug solcher Augenblicke – fünf Jahre Altersunterschied verändern vielleicht nicht alles, aber sie brechen Beine -, davon hab ich genug, randvoll bin ich von Momenten wie diesen. Meine Obsessionen sind wie Ticks, schlechte Angewohnheiten. Da stehen andere minutenweise in der Fußgängerzone & warten auf das Ende aller Rempeleien, & ich stehe inmitten meiner Gedanken; sie reißen mir die Bänder am Fuß & die Lider der Augen: das geht ganz schnell, da reicht eine Begegnungen an der Rosenthaler Straße, & schon ist es vorbei. Da gehn mir die Worte quer & die Blicke bis zur Erschöpfung. Ich kann nicht genug davon kriegen… Deswegen habe ich A. auch gelöscht, habe mir den Buchstaben amputiert & beginne weiter hinten im Alphabet sobald mich jemand fragt; ich bin bereit für Neues, bereit, mich jeder Sonne zu ergeben & nachts alle Himmel mit unseren Blicken zu bleichen… Wäre, hätte, wenn. Okay. Geschenkt.

Stattdessen zerspringe ich zu Lichtern & tauche ganze Räume in Wahn. Tanze & dippe & verliere mich im Knöchelschmerz, es ist ganz egal. Das, was Jugend ist, zerbrennt den ganzen Menschen; es nimmt ihm die Achtung vor morgen, & die Sehnsucht nach gestern. Ich will kein Held der Nostalgie sein. Wenn ich dich nicht küssen kann, dann versagen mir eben die Nieren; ich greife nach den vollsten Gläsern, & trinke von fremden Mündern, umarme Duft & Widerschein, nur verbrennen, nur nicht innehalten, nur ja nichts akzeptieren. There’s a beat in all machines. Bis morgens bin ich unterwegs, jede Nacht, jede Nacht, & jede Nacht gibt sich mir fort in offene Arme. Ich habe so viel zu vergessen… An den Schaufenstern lauf ich vorbei & denke: jetzt die Haare abscheren, den Kopf zur Kugel machen & die Augen zu Gewehrläufen, jeden mit diesem Totenkopfgesicht, dieser bleichen, rotfleckigen Schreckensfratze in Panik versetzen, & nicht gesunden. Sich weiter verletzen. Den Abschied aufs Neue proben. Jede Nacht, jede Nacht, & jede Nacht gibt mir Erinnerungen… Distanziert sein, höflich die Schultern berühren & loslassen, als warte im Fleisch ein tödlicher Stromschlag; die Augen nicht heben & beim Lachen verlegen sein, sich räuspern, als gelte es den Hals zu reinigen, den Hals & die Wohnung, das Leben vom Gestern & das Herz vom richtigen Menschen, aber dann weiter reden, als sei nichts gewesen. Da denkt einer an Krieg & Veränderungen, & der andere befindet sich bereits mitten drin, im Kampf ums Andersseinmüssen.

Auf der Tanzfläche verliere ich das orangefarbene Buch in der grünen Schleife & eine Frau mit kurzen braunen Haaren hebt es auf & reicht es mir langsam zurück; ihr Gesicht ist im Blitzlicht wie gemeißelt, & nahezu unkenntlich gemacht von Licht & Schatten. Ich stopfe das Buch zurück, & versuche nicht dran zu denken. Draußen dann – es schneit bereits -, gehen ziellos Frauen vor mir her, die riechen alle nach Zunder. Mir ist nicht danach. Ich fühle nichts, nur das MDMA in den Adern, den tiefen Ton in allen Dingen, das Beben der eigenen Füße. Es ist genug.

#6
Zwei Wochen später endet es mitten auf der Straße. Da denkt er noch daran, wie er sein Leben füllt – bis zum Rand macht er es voll, damit es überlaufen kann zu den anderen, den besseren Momenten -, aber eigentlich kapiert er nichts. Ablenkungen & Ablenkungen ergeben die Tage. Ein Gefühl ergeben sie nicht. In Wahrheit – & das weiß er -, wartet er vergebens. Es ist genau das, was er zu ihr sagte: Eine Beziehung zu wollen ist nicht entscheidend. Zu viel will er, & bekommt ja doch nichts, kein Ganzes, nicht ein Drittel vom Haben. Seinen Sätzen fehlt die Interpunktion & seinem Mund beide Arme. Also gibt er’s auf, den Brief, & die Gedanken, den Wunsch auf einen Abend zu zweit, & vor allem die Hoffnung, dass hinter dem Fenster noch einer warten könnte. Er verzweifelt lange deswegen, er trauert auch. Einen Menschen zu verlieren, der im Verlust mehr war als im Besitzenwollen, ist wie sich jeden Morgen den Ellbogen am Bettgestell anzuschlagen. Er geht auf Konzerte, trinkt viel, tanzt schlecht; er experimentiert mit Drogen. Er liest nicht, er schreibt nicht, er denkt nicht an morgen. Stattdessen füllen Bilder seinen Kopf. Helle, lichte Momente, die etwas vom Möglichen zeigen: das Licht auf der Wange, die Hand auf der Brust, ein Kopf, der auf der Schulter liegt – Bücher, wahllos in der Wohnung, & die späten Abende, als sie sich Sätze laut vorlesen, jeder hinter seiner Tasse & einem Lächeln; die Küsten Spaniens im Herbst & Korsika im Frühling; die Geschichten vom Altwerden & Jungbleiben, Märchen von glücklichen Menschen. Er erzählt sich jeden Abend andere Geschichten, um beruhigt einschlafen zu können. Er ist zerstreut, merkt sich die meisten Namen schlecht, & der Liebe geht er zuversichtlich aus dem Weg – nein, das ist alles nichts mehr für ihn. Er ist müde, er kann nicht genug haben vom Träumen,… Die Arbeit geht an ihm vorbei, die Kollegen lachen viel, aber oft bekommt er ein richtiges Wort in den falschen Hals & erstickt fast am Kummer; meist reagiert er wütend & verständnislos in dieser Wut. Am liebsten würde er dann gar nichts mehr sagen, aber die Welt, die immer schweigt, zwingt ihn zum Reden. Darin ist er sich selbst treu.

Dann aber, besagte zwei Wochen später, da geschieht es auf der Straße. Faktisch passiert nichts. Er überquert nur die Straße, zwischen zwei Bussen findet er genügend Platz & einen Winkel zum Atmen, dann rennt er los. Auf der anderen Seite ist alles klar, & wenn auch traurig in dieser Klarheit, so dann doch ohne Täuschung. Er geht nicht zum Essen, wo er nur neuen Fraß gleich gekaut hätte, den malmigen Dampf von Nudeln & getrockneten Tomaten; er kauft sich nicht den Abend zurück von den beginnenden Wintermorgen; er sagt nichts, sondern fühlt einer Leere nach, die aus sich selbst kommt, eine Absolutheit, ein finaler Augenblick, in dem die Fäden, die den Menschen geben wollten, sich wieder lösen. Ein anderer verlässt den Bordstein. Ein anderer lässt eine Möglichkeit zurück, eine späte Reue, einen Tag am Meer. Das orangefarbene Buch ist hinter der Kiste, & zurück im Staub.

Zu Hause wartet er auf keine Antworten mehr, auf keine Nachrichten, keine Einzeiler. Was man in den Menschen zu sehen glaubt, sieht sich selbst nicht. Auf einem Auge geblendet, redet das Lid mit den Wimpern, & nicht mit den Blicken des andren. Darin offenbart sich sein ganzes Schicksal: Sein Glück ist anfällig – leicht stößt er die Kanten ab, den Lack, die Leichtigkeit. Er wiederholt seine Fehler aus Masochismus. Nicht, weil er nicht anders könnte. Erbarmungslos kämpft er gegen bereits Beschlossenes, springt der Leere in die Arme & nennt es Zuversicht. Als er die Türen ins Schloss legt, denkt er: Ich war mein eigenes Echo, sonst nichts. Jetzt findet aller Hall ein Ende.

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